1945-49

 

Alliierte Besatzung: Bizone/Trizone

Landkarte: Karte der Bizone, 1949
Schallplatte: Trizonesien-Song von Karl Berbuer, 1948

Die im Potsdamer Abkommen vorgesehene Behandlung Deutschlands als wirtschaftliche Einheit scheitert unter anderem am französischen Widerstand gegen jede Errichtung deutscher Zentralbehörden. Vor allem den Amerikanern liegt jedoch daran, Deutschland wirtschaftlich wieder auf eigene Beine zu stellen. Als Reaktion auf die Versorgungsschwierigkeiten im Winter 1946/47 legen daher die USA und Großbritannien ihre Besatzungszonen am 1. Januar 1947 zur Bizone zusammen. Die Furcht vor einer Ausbreitung des Kommunismus in den wirtschaftlich darniederliegenden Zonen spielt dabei eine große Rolle. Frankreich und die UdSSR protestieren gegen die Errichtung der Bizone.

Zur Verwaltung der Bizone werden Ämter für Post, Verkehr, Wirtschaft, Finanzen, Arbeit sowie Ernährung und Landwirtschaft eingerichtet, an deren Spitze Direktoren stehen. So wird im März 1948 Ludwig Erhard zum Direktor der Wirtschaftsverwaltung gewählt. Sitz der Bizonen-Verwaltungen ist Frankfurt am Main.
Obwohl Frankreich von Anfang an zur Beteiligung aufgefordert wird, tritt es erst am 8. April 1949 der Bizone bei, die sich damit zur Trizone erweitert. Zunächst nur aus rein wirtschaftlichen Interessen gegründet, werden Bizone und Trizone und ihre Institutionen jedoch im Zuge des Kalten Krieges zu Vorläufergebilden der Bundesrepublik Deutschland.

(ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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