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Politikerin
- 1946
- 20. April: Sabine Bergmann-Pohl (Geburtsname: Schulz) wird in Eisenach
geboren, wohin die Berliner Arztfamilie vor den alliierten
Bombenangriffen geflüchtet war. Sie hat zwei Geschwister.
- 1948
- Übersiedlung nach Ruhla im Thüringer Wald.
- 1957
- Die Familie zieht nach Berlin, wo Bergmann-Pohl die Kant-Oberschule
im Stadtteil Lichtenberg besucht. In dieser Zeit knüpft sie erste
Kontakte mit der Jungen Gemeinde der evangelischen Kirche in Karlshorst.
- 1964
- Nach dem Abitur wird Bergmann-Pohl nicht zum Medizinstudium zugelassen.
Stattdessen absolviert sie ein zweijähriges Praktikum in der Gerichtsmedizin
der Humboldt-Universität Berlin.
- 1966-1972
- Medizinstudium an der Humboldt-Universität Berlin. Bergmann-Pohl
verfasst eine Dissertation über die Zusammenarbeit zwischen Kliniken
und Polikliniken.
- 1972-1979
- Facharztausbildung für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Lungenheilkunde.
- 1972
- Heirat mit dem Ingenieur Ulrich Pohl. Aus der Ehe gehen zwei Kinder
hervor.
- 1979
- Scheidung von Ulrich Pohl.
- 1980-1995
- Nach ihrer Promotion ist sie Leiterin der Poliklinischen Abteilung
für Lungenkrankheiten und Tuberkulose in Berlin-Friedrichshain.
Von 1985 bis 1990 amtiert Bergmann-Pohl als Ärztliche Direktorin
in der Bezirksstelle für Lungenkrankheiten und Tuberkulose in Ost-Berlin.
- 1981-1990
- Mitglied der Christlich Demokratischen Union (CDU), einer Blockpartei
im SED-Regime. Sie möchte damit einer Anwerbung durch die Sozialistische
Einheitspartei Deutschlands (SED) entgehen. Nach dem Zusammenschluss
der Ost-CDU mit der West-CDU 1990 ist Bergmann-Pohl Mitglied der gesamtdeutschen
CDU.
- 1987
- Wahl in den Bezirksvorstand der Ost-Berliner CDU. Sie engagiert sich
vor allem für Behinderte, Alkohol- und Drogenabhängige.
- 1990
- 18. März: Bei der ersten
freien Wahl in der Geschichte der DDR wird Bergmann-Pohl in die
Volkskammer
gewählt.
5. April: Wahl zur Präsidentin der Volkskammer und damit zum letzten
Staatsoberhaupt der DDR.
3. Oktober: Mit der
Deutschen Einheit beruft Bundeskanzler Helmut
Kohl sie als Bundesministerin für besondere Aufgaben in die
Bundesregierung.
Heirat mit dem Maschinenbauingenieur Jürgen Bergmann.
- 1991
- 18. Januar: Nach der ersten
Gesamtdeutschen Bundestagswahl scheidet Bergmann-Pohl als Bundesministerin
aus der Regierung aus und wird zur Parlamentarischen Staatssekretärin
beim Bundesminister für Gesundheit ernannt. Sie bekleidet dieses
Amt bis 1998.
- 2002
- Nach der Wahl scheidet sie aus dem Bundestag aus.
(sw)
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