
|
Militär
- 1897
-
23. April: Lucius Dubignon Clay wird in Marietta (Georgia)/USA als Sohn des Senators von Georgia
geboren.
- 1918
-
Nach Absolvierung der Militärakademie Westpoint Eintritt in das Armee-Ingenieur-Korps.
- 1937
-
Als Fachmann für den Ausbau von Schiffahrtsstraßen und Häfen auf den Philippinen tätig.
- 1938-1940
-
Clay leitet den Bau des Red-River-Staudammes in Tennessee.
- 1944
- Als stellvertretender Stabschef von General Eisenhower
organisiert Clay nach der alliierten
Invasion die rasche Instandsetzung des Hafens von Cherbourg.
Anschließend beruft ihn der Chef des Amtes für Kriegsplanung und Mobilisation
Byrnes
zu seinem Stellvertreter.
- 1945
-
Mai: Kurz vor Kriegsende wird Clay Stellvertreter General Eisenhowers, dem Oberbefehlshaber der
amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland und danach Stellvertreter
McNarneys,
dem Militärgouverneur in der
amerikanischen Besatzungszone.
- 1947
-
15. März: Nachfolger McNarneys als Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone und
Befehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa.
Während seiner Amtsszeit wird die Vereinigung der britischen und der amerikanischen
Besatzungszone zur
Bizone
vollzogen.
Nach anfänglichem Zögern übergibt Clay mehr und mehr Verwaltungsaufgaben in deutsche Hände und
unterstützt die Bildung demokratischer Institutionen.
Im Alliierten Kontrollrat
widersetzt er sich von Anfang an den hohen
Demontage-Forderungen der
sowjetischen Besatzungsmacht.
- 1948
-
24. Juni: Auf die
Berlin-Blockade,
das heißt die Blockade aller Land- und Wasserwege von und nach Berlin durch sowjetische Truppen, reagiert
Clay unmittelbar mit der Organisation einer
Luftbrücke
zwischen Berlin und den westlichen Besatzungszonen. Während der bis 30. September 1949 andauernden
Luftbrücke werden in 277.264 Flügen fast zwei Millionen Tonnen Versorgungsgüter aller Art nach Berlin
transportiert.
Durch seinen energischen Widerstand gegen jegliche Evakuierung alliierten
Personals oder deren Familien aus Berlin und die mit Nachdruck vertretene
Ansicht, dass ein Weichen aus Berlin unabsehbare Folgen haben würde,
sichert Clay auf Dauer die Freiheit West-Berlins.
- 1949
-
15. Mai: Clay gibt sein Amt als Militärgouverneur auf und scheidet am 1. Juni als Vier-Sterne-General
aus der Armee aus.
Auch nach Ausscheiden aus seinem Amt äußert sich Clay immer wieder positiv über die friedliche und
demokratische Haltung der Bundesrepublik Deutschland und unterstützt die Berlin-Politik der
Bundesregierung nachhaltig.
Auszeichnung mit der Ehrendoktorwürde der Columbia-Universität.
Clay verfasst seine Erinnerungen unter dem Titel "Entscheidung in Deutschland".
- 1950
-
24. Oktober: Übergabe der "Freiheitsglocke" in West-Berlin zusammen mit der von 16 Millionen
Amerikanern unterzeichneten "Declaration of Freedom" an die Berliner als Ausdruck der Verbundenheit
des freien Westens mit ihrer Stadt.
- 1950/51
-
Vorsitzender des zivilen Verteidigungsausschusses des Staates New York.
- 1950-1962
-
Vorstandsvorsitzender, später Aufsichtsratsvorsitzender der Konservendosen-Firma "Continental Can"
und anderer führender US-amerikanischer Unternehmen.
- 1961
-
19./20. August: Bei Verschärfung der
Berlin-Krise
nach dem Bau der
Mauer
am 13. August 1961 begleitet Clay unter dem Jubel der West-Berliner den amerikanischen Vizepräsident
Lyndon B. Johnson (1908 - 1973) nach Berlin.
Als symbolische Geste und politische Demonstration für den Erhalt
des Status quo wird Clay zum persönlichen Vertreter Präsident
J.F.Kennedys mit Botschafterrang
in Berlin ernannt.
- 1965
-
Verleihung des Großkreuzes des Bundesverdienstkreuzes.
Ernennung zum Ehrenbürger von West-Berlin.
- 1978
-
16. April: Lucius D. Clay stirbt kurz vor seinem 81. Geburtstag in Chatham/Massachusetts.
(db/iz)
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
|