Plakatmotiv der Ausstellung "Mythos Mosaik? Hannes Hegen, sein Werk und die Fans"
Ein Mann mit Hut schaut über den Gartenzaun und spricht mit einer anderen Person.

27. AUGUST 2025 - 31. MAI 2026

Mythos Mosaik?

Hannes Hegen, sein Werk und die Fans

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19. MÄRZ 2025 - 31.JANUAR 2027

Übern Zaun

Gärten und Menschen

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Standbild aus dem Film Amour fou im Kalten Krieg Frankreich und die DDR
© arte

Dokumentarfilm, D 2024, 44 Min, Regie: Nina Rothermundt
Filmvorführung und Gespräch
Mit den Protagonistinnen Ute Lindner und Gabrielle Robein, Regisseurin Nina Rothermundt und arte-Redakteur Michael Gries
In Kooperation mit arte
Eintritt frei

Die Existenz der DDR ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus französischer Sicht vor allem eine Absicherung gegen ein großes, starkes und eventuell bedrohliches Deutschland. Doch die Beziehung der beiden Länder bleibt lange davon geprägt, dass Frankreich die DDR nicht als zweiten souveränen deutschen Staat anerkennt.

Ab 1959 entstehen ostdeutsch-französische Städtepartnerschaften, vor allem mit kommunistisch regierten Städten in Frankreich. Dabei wirbt die SED-Regierung für sich als das antifaschistische, friedliche Deutschland und versucht, eine diplomatische Anerkennung von unten zu erreichen. Jeden Sommer kommen außerdem französische Kinder, meist aus kommunistischen Arbeiterfamilien, in DDR-Ferienlager. Fahnenappelle, Sportwettkämpfe und kulinarische Unterschiede sind für viele französische Kinder ein Kulturschock.

In der DDR – einem Staat, der die Reisefreiheit massiv einschränkt – wird Frankreich für viele Menschen das Land der Sehnsüchte und Träume. Französische Chansons, Literatur und Filme treffen den Nerv der Menschen in der DDR. Mit Erich Honecker beginnt Anfang der 1970er Jahre eine kulturpolitische Liberalisierung. Berühmte französische Stars wie Gilbert Bécaud oder Mireille Mathieu feiern große Erfolge auf DDR-Bühnen und in Fernsehshows. Aber nur wenige Menschen aus der DDR haben das Glück, nach Frankreich reisen zu dürfen, meist dienstlich. Dort angekommen, lernen sie das berühmte „savoir vivre“ kennen, tauchen ein in das französische Lebensgefühl und merken, wie sich Freiheit wirklich anfühlt.
 

Ute Lindner studierte 1981 bis 1986 Modedesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war nach dem Diplomabschluss Meisterschülerin bei Artur Winter, dem künstlerischen Leiter des Volkseigenen Handelsbetriebs Exquisit. Zwischen 1987 und 1988 wurde sie nach Paris delegiert und lernte als Designassistentin für Louis Féraud, Daniel Hechter, Per Spook sowie im Designatelier des Stoffherstellers Jenast die Luxusmodewelt kennen. 1993 machte sie sich mit einem eigenen Label selbständig und lebt heute bei Berlin. 

Gabrielle Robein stammt aus Chaumont in der Champagne. Angeregt durch eine Freundin fuhr sie 1986 mit 10 Jahren das erste Mal in ein DDR-Ferienlager. Weitere Ferienlager folgten, die in ihr die Liebe zur deutschen Sprache weckten. Nach Abschluss Ihres Studiums in Ethnologie und Französisch als Fremdsprache kam sie im Jahr 2000 im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes nach Berlin. Seitdem lebt sie in Deutschland, arbeitete als Französischlehrerin und ist heute Lehrkraft an der Universität in Potsdam.  

Nina Rothermundt studierte Germanistik, Journalistik und Hispanistik und arbeitet seit 2003 als freie Journalistin. Sie realisiert als Fernsehautorin und Regisseurin zahlreiche Dokumentationen für ZDF, ZDFinfo, Arte und 3sat. Ihr Schwerpunkt liegt auf zeitgeschichtlichen, gesellschaftspolitischen und kulturjournalistischen Themen.

Michael Gries studierte Biologie und ist langjähriger Wissenschaftsjournalist, Filmemacher, Fernsehredakteur und Formatentwickler von TV-Magazinen, Onlineprojekten und Dokumentationen. Für seine Arbeit bekam er zahlreiche Auszeichnungen.  Seit September 2023 ist Michael Gries Subkoordinator Wissen bei ZDF / ARTE.

 

Das Lernspiel mit Verpackung und Inhalt
© Anja Neubert

Projektvorstellung mit Spielrunde
Mit Dr. Alexander Leistner und Anja Neubert (Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar (Professur für Geschichtsdidaktik) und dem Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig
Eintritt frei

Wie steuern Algorithmen unser Bild von Geschichte? Welche Bezüge zur DDR finden sich in Social Media? Welche Themen dominieren den Feed und die Kommentare? Ein Team aus Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden der Universität Leipzig hat im Forschungs- und Vermittlungsprojekt AlgorithMIX#DDR Deutungsmuster auf TikTok untersucht und ein Lernspiel entwickelt, das für die Logiken der Geschichtsvermittlung in Social Media sensibilisiert.

Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig stellt das Team das Projekt vor und präsentiert die Ergebnisse der Studie. Nach einem Einblick, welche DDR-Bezüge auf TikTok zu finden sind, gibt es Gelegenheit, das Lernspiel selbst zu testen. Abschließend soll über die Bedeutung von Algorithmen zwischen historisch-politischer Bildung und digitaler Kompetenz diskutiert werden.
 

 

getrocknete Blüten und Pflanzen für die Teezubereitung
Foto: Pexels

Workshop im Ideengarten
Mit Scarlett Frantziok und Hannah Stöckle (Peißnitzhaus Halle)
Begleitprogramm zur Ausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei

Ob bei Krankheit oder Kälte – Tee trinken hilft und wärmt besonders in der kalten Jahreszeit. Dabei muss nicht unbedingt auf Mischungen aus industrieller Herstellung zurückgegriffen werden. Der eigene Garten bietet eine große Vielfalt an Kräutern und Früchten, die in heißem Wasser ihren Geschmack entfalten und wohltuende Wirkungen haben. Unter fachkundiger Anleitung können Gäste sich bei diesem Workshop mit dem Potenzial verschiedener Pflanzen auseinandersetzen und Tees verkosten.

Im Ideengarten der Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ zeigen Scarlett Frantziok und Hannah Stöckle vom Umweltbildungszentrum Peißnitzhaus Halle, welche heimischen Kräuter und Früchte ganz einfach für Tee verwendet werden können und wie sie sich zu passenden Mischungen zusammensetzen lassen. Im Workshop können die Teilnehmenden auch eigene Teekreationen herstellen und die Verpackung dazu individuell gestalten.

 

Bildausschnitt aus dem Film Im Staub der Sterne
© DEFA Stiftung Heinz Pufahl

Science-Fiction, DDR 1976, 100 Min, Regie: Gottfried Kolditz
Filmvorführung
In der Reihe „Babelsberg statt Hollywood – 80 Jahre DEFA“
Eintritt frei

Auf der Erde wird ein Hilferuf vom Planeten TEM 4 empfangen. Die Kommandantin Akala landet mit ihrem Raumschiff Cynro auf TEM 4, aber von einer Notsituation keine Spur. Der Herrscher des Planeten gibt für seine Gäste ein rauschendes Fest, bei dem er ihr Bewusstsein manipuliert. Der an Bord gebliebene Navigator Suko bemerkt das und versucht nun, das Geheimnis des Planeten zu entschlüsseln. Er entdeckt ein Bergwerk, in dem die Turi, Ureinwohner des TEM 4, Sklavenarbeit verrichten müssen. Von ihnen stammte auch der Hilferuf. Die Kosmonauten stehen vor der Frage, wie sie den Turi helfen können, doch deren Unterdrücker wollen sie zum Abflug zwingen.

Gottfried Kolditz (1922–1982) war einer der produktivsten DEFA-Regisseure der 1960er und 1970er Jahre. Viele seiner Filme waren große Publikumserfolge in der DDR. Er studierte in Leipzig Germanistik, Schauspiel und Regie. Nachdem Kolditz einige Erfahrungen am Theater gesammelt hatte, ging er als Musikberater zur DEFA. Er drehte fortan in den verschiedensten Genres Filme wie etwa Märchen, Musicals, Komödien und Science-Fiction. Auch machte er sich einen Namen mit den sogenannten Indianerfilmen mit Gojko Mitic in der Hauptrolle. 
 

Audioguide
Eine Hand hält ein Smartphone mit dem AudioGuide zur Dauerausstellung auf dem Display.

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Direktorin Uta Bretschneider bei einem Live-Rundgang in der Dauerausstellung