Eintritt frei
Der Eintritt zum Museum und allen Ausstellungen ist kostenlos.
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Neue Dauerausstellung in Bonn
Erfahren Sie im aktuellen Museumsmagazin mehr über die neue Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn!
Neues Angebot im Museum
ElternZEITgeschichte
Wir bieten Führungen für Eltern mit Babys an!
Kommende Veranstaltungen
Ferienprogramm Wechselausstellung, 3. OG
Ferienprogramm: „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei
Laubenpieper, Bausparer, Bloggerin oder Balkongärtnerin – warum zieht es Menschen ins Grüne? Wer macht was im Garten? Wie verändern sich unsere Gärten und wie wollen wir Städte in Zukunft gestalten?
Komm mit und entdecke unsere Wechselausstellung bei einem gemeinsamen Rundgang mit kleinen Extras.
Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren (mit Eltern oder Großeltern), kostenfrei und ohne Anmeldung.
Ferienprogramm Wechselausstellung, 3.OG
Ferienprogramm: „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei
Laubenpieper, Bausparer, Bloggerin oder Balkongärtnerin – warum zieht es Menschen ins Grüne? Wer macht was im Garten? Wie verändern sich unsere Gärten und wie wollen wir Städte in Zukunft gestalten?
Komm mit und entdecke unsere Wechselausstellung bei einem gemeinsamen Rundgang mit kleinen Extras.
Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren (mit Eltern oder Großeltern), kostenfrei und ohne Anmeldung.
Vortrag Forum live
Kuriert oder kontrolliert? Wie Frauen in der DDR zwangsweise auf Stationen für Geschlechtskrankheiten eingewiesen wurden
Eintritt frei
Vortrag und Gespräch mit Jennifer Schatz (Referendarin für Deutsch und Geschichte an der Wieratalschule Langenleuba-Niederhain)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig
Eintritt frei
„Herumtreiberinnen“, „Arbeitsbummelanten“ oder „Asoziale“ – mit solchen Zuschreibungen waren Frauen und Mädchen gebrandmarkt, die in der DDR zwangsweise in sogenannte venerologische Stationen eingewiesen wurden. „Tripperburgen“ nannte der Volksmund diese Einrichtungen, denn vorgeblich sollten hier Geschlechtskrankheiten behandelt werden. Tatsächlich dienten sie vielmehr der Disziplinierung, Isolation und Umerziehung von Frauen, deren Verhalten in den Augen der Machthaber nicht den gesellschaftlichen Normen entsprach.
Jennifer Schatz hat in ihrer Staatsexamensarbeit an der Universität Leipzig den Umgang mit Frauen in geschlossenen venerologischen Stationen der DDR untersucht und dabei besonders die Leipziger Einrichtung im Stadtteil Thonberg in den Blick genommen. Ihre Ergebnisse stellt sie im Rahmen eines Werkstattgesprächs im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig vor. Im Fokus stehen die rechtlichen, medizinischen und organisatorischen Rahmenbedingungen auf den Stationen. Dabei wird deutlich, dass die eingewiesenen Frauen und Mädchen häufig ohne Aufklärung oder Einwilligung medizinisch behandelt wurden, und dass ihre Einweisung oft mit Gewalt, Demütigung und Traumatisierung verbunden war. Jennifer Schatz fragt daher auch nach den psychischen und körperlichen Folgen für die Betroffenen sowie nach gesellschaftlicher Aufarbeitung und Wiedergutmachung. Nicht zuletzt ordnet sie die DDR-Praxis in einen internationalen Kontext ein und zeigt, dass vergleichbare Einrichtungen auch in der Bundesrepublik und anderen Ländern existierten.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte“. Regelmäßig stellen Studierende und Absolventinnen beziehungsweise Absolventen des Historischen Seminars der Universität Leipzig ihre Forschungsprojekte außerhalb des akademischen Raums zur Diskussion. Besucherinnen und Besuchern eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf die universitäre Forschung und lädt zum Mitdiskutieren ein.
Jennifer Schatz studierte von 2020 bis 2024 Deutsch und Geschichte auf Lehramt an der Universität Leipzig. Aktuell absolviert sie ein Referendariat an der Wieratalschule Langenleuba-Niederhain in Thüringen. Ihre wissenschaftlichen Interessen liegen vor allem im Bereich der DDR-Geschichte, der historischen Bildungsarbeit und der Aufarbeitung staatlicher Repressionsmechanismen.
Film Saal
Film des Monats: Winter adé
Eintritt frei
Dokumentarfilm, DDR 1988, 116 Min, Regie: Helke Misselwitz
Filmvorführung
In der Reihe „Babelsberg statt Hollywood – 80 Jahre DEFA“
Eintritt frei
Regisseurin Helke Misselwitz begibt sich auf eine filmische Fahrt durch die DDR: vom sächsischen Zwickau bis nach Sassnitz auf der Insel Rügen. Auf ihrer Reise lernt sie verschiedene Frauen kennen: die erfolgreiche Werbeökonomin Hiltrud, die alleinerziehende Fabrikarbeiterin Christine, die Punkmädchen Kerstin und Anja, die 85-jährige Margarete, die mit ihrem Mann Diamantene Hochzeit feiert, die stellvertretende Bürgermeisterin von Niehagen und Erika Banhardt, die hauptberuflich ein Kinderheim leitet. Sie alle berichten aus ihrem Leben, über Ehe und Familie, die Arbeit, Schicksalsschläge und Perspektiven für die Zukunft.
Helke Misselwitz (geboren 1947) ist eine der wichtigsten ostdeutschen Dokumentarfilmerinnen. Am bekanntesten wurden ihr Dokumentarfilm „Winter adé“ (1988) und der Spielfilm „Engelchen“ (1997). Nach einem Regiestudium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg war sie freie Regisseurin, ab 1985 Meisterschülerin bei Heiner Carow an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Von 1997 bis 2014 lehrte sie als Professorin an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg.
Audioguide
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